Graduierungen

Die Kyu-Grade: Vom 8. bis zum 1. Kyu

Welche Gürtelfarben die acht Kyu-Stufen haben und was auf jeder Stufe gelernt und gezeigt wird.

Quelle
Deutscher Judo-Bund (DJB): Anforderungen für Kyu-Grade im DJB (Stand 17.02.2025); Graduierungsordnung 2024
Stand
2026-10-13
Zuletzt geprüft
13. Oktober 2026
Original
Dokument beim Verband

Der Kyu-Bereich umfasst acht Stufen. Er ist in drei Abschnitte gegliedert: den Einstieg (8. Kyu), die Grundausbildung (7. bis 4. Kyu) und die Erweiterung (3. bis 1. Kyu).

Einstieg: 8. Kyu (weiß-gelb)

Der 8. Kyu bescheinigt kein bestimmtes Können, sondern ein Grundverständnis von Judo: Werte und Etikette, sicheres Fallen, kontrolliertes Werfen, Kontrolle am Boden und das Abklopfen als Stopp-Signal. Er kann nach einer kurzen Einführung auch in Zusammenarbeit mit Kitas, Schulen oder anderen Partnern vergeben werden, ohne DJB-Mitgliedsausweis, dann auf einer offiziellen DJB-Urkunde.

Grundausbildung: 7. bis 4. Kyu

In diesem Abschnitt sollen alle Grundlagen entstehen, um am normalen Training teilzunehmen: Etikette, Fitness, angstfreies Fallen, Werfen aus verschiedenen Situationen, Halten, Befreien und eine erste Einführung ins Randori.

  • 7. Kyu (gelb): Fallen, Werfen, Halten. Drei Wurftechniken, vier Haltetechniken, zwei Haltegriffwechsel.
  • 6. Kyu (gelb-orange): Festigung und Variation. Sechs Wurftechniken, beidseitige Falltechniken, Umdrehen gegen die Bauchlage; Teilnahme an einem offiziellen Wettkampf oder alternativ Aufgaben-Randori.
  • 5. Kyu (orange): Anwenden und Befreien. Neun Wurftechniken, Fallen aus dem Gehen, vier Befreiungen aus Haltegriffen; mindestens zwei Wettkämpfe seit der letzten Graduierung oder Aufgaben-Randori. Mindestalter ist das vollendete 8. Lebensjahr.
  • 4. Kyu (orange-grün): Zwölf Wurftechniken aus dynamischen Situationen, drei Hebeltechniken, sechs Lösungen für Standardsituationen. Das Grundprogramm ist damit abgeschlossen.

Erweiterung: 3. bis 1. Kyu

Hier suchen sich die Lernenden zunehmend ihre Schwerpunkte, etwa Wettkampf, Kata, Selbstverteidigung oder Taiso. Der DJB betont, dass diese Ausrichtungen gleichwertig sind.

  • 3. Kyu (grün): Neue Technikwelten mit Opferwürfen und freiem Fall, außerdem Konter, Finten, Kombinationen und Positionswechsel am Boden. Mindestalter: vollendetes 11. Lebensjahr.
  • 2. Kyu (blau): Die Judo-Taktik: Griffkampf, Würgetechniken für alle Altersgruppen und 18 Wurftechniken.
  • 1. Kyu (braun): Das eigene Judoprofil. 20 Wurftechniken und ein frei gewählter Schwerpunkt mit etwa zehn Aktionen. Mindestalter: 13 Jahre (Wahlbereiche Kata und Wettkampf) bzw. 14 Jahre (Selbstverteidigung und Taiso).

Kinder und Jugendliche

Die Anforderungen sind altersübergreifend formuliert. Für Kinder gibt es Hinweise zum Verletzungsschutz, und Hebel- oder Würgetechniken werden erst später verbindlich. Vom 8. bis 4. Kyu sind trainingsbegleitende Graduierungen in der Verantwortung der Vereine möglich, wenn die Leistung über die gesamte Vorbereitungszeit begleitend festgehalten wird, etwa im DJB-Kinderpass. Bis zu drei Graduierungen innerhalb von 365 Tagen sind möglich, die zum 8. Kyu nicht mitgezählt.

Wer graduieren darf

Eine Kyu-Kommission besteht aus einer graduierungsberechtigten Person. Nötig sind eine Graduierungslizenz, ein anerkannter Dan-Grad oder eine gültige Trainer-C-Lizenz sowie das Mindestalter von 18 Jahren. Trainer-C-Lizenzen ohne Dan-Grad berechtigen bis höchstens zum 4. Kyu.

Quellen

Zusammenfassung ohne Gewähr – maßgeblich sind die Originaldokumente. Zusammenfassung von Claude (KI), Stand 13.10.2026.

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